Was kann man aus den Statistiken erkennen?

 

A) Zur Situation der Asylantragstellung

Die Differenz zwischen eingereisten Asylbewerbern im Zeitraum Januar bis Oktober 2015 (758.473 Personen) und den gestellten Asylanträgen (331.226 Anträge ) wird immer größer. Die Ursachen hierfür sind nicht näher analysiert, sind aber u.a. folgende:

1. Die Erstaufnahmezentren schaffen es nicht zeitnah Asylanträge anzunehmen, von einer beschleunigten Bearbeitung ganz zu schweigen.

2. Eine unbekannte Anzahl von einreisenden Personen sind ohne Antragstellung untergetaucht (z.B. bei Verwandten) oder

3. sind nur auf dem Wege in andere europäische Länder durchgereist (z.B. Schweden) und haben die Bundesrepublik bereits wieder verlassen.

 

B) Zur Situation der Einreise aus sicheren Herkunftsländern

1. Die Anträge aus den Balkanstaaten („Sichere Herkunftsländer“) sind nach einer Belastungsspitze im Frühjahr dieses Jahres in den Monaten September und Oktober stark rückläufig.

2. Im Monat Oktober ist keines der sicheren Herkunftsländer mehr unter den ersten fünf Ländern mit den höchsten Einreisezahlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Informtionen des BAMF

 

Aktuelle Zahlen national und international

Stand Februar2016

Im bisherigen Berichtsjahr 2016 wurden 117.392 Erstanträge vom Bundesamt entgegen genommen. Die meisten Erstanträge im Jahr 2016 wurden aus den folgenden drei Ländern erfasst:      

                1. Syrien mit 60.661 Erstanträgen (51,7 % aller Erstanträge),   

                2. Irak mit 16.621 Erstanträge (14,2 % aller Erstanträge) und  

                3. Afghanistan mit 12.404 Erstanträgen (10,6 % aller Erstanträge).

 

 

                  Quelle:  BAMF, Asylgeschäftsstatistik 2/2016 

Insgesamt wurden 100.977 Erst- und Folgeanträge im bisherigen Jahr entschieden, davon:     

                   1. Syrien mit 52.381 Entscheidungen (Gesamtschutzquote: 98,9 %)  

                   2. Albanien mit 10.221 Entscheidungen (Gesamtschutzquote: 0,3 %) und  

                   3. Serbien mit 5.779 Entscheidungen (Gesamtschutzquote: 0,1 %).

 Stand: Dezember 2015

Im Berichtsjahr 2015 wurden 441.899 Erstanträge vom Bundesamt entgegengenommen. Die meisten Erstanträge im Jahr 2015 wurden aus den folgenden drei Ländern erfasst:     

             1.   Syrien mit 158.657 Erstanträgen (35,9 % aller Erstanträge),   

             2.   Albanien mit 53.805 Erstanträge (12,2 % aller Erstanträge) und  

             3. Kosovo mit 33.427 Erstanträgen (7,6 % aller Erstanträge)   

Im Vorjahr wurden 173.072 Erstanträge entgegengenommen; dies bedeutet einen Anstieg der Antragszahlen um 155,3 % im Vergleich zum Vorjahr.

 

 

                Quelle:  BAMF, Asylgeschäftsstatistik 12/2015 

 

Insgesamt wurden 282.726 Erst- und Folgeanträge im Jahr entschieden, davon:     

                        1. Syrien mit 105.620 Entscheidungen (Gesamtschutzquote: 96,0 %)  

                        2. Albanien mit 35.721 Entscheidungen (Gesamtschutzquote: 0,2 %) und  

                        3. Kosovo mit 29.801 Entscheidungen (Gesamtschutzquote: 0,4 %).  

Im Vergleich zum Vorjahr (128.911 Entscheidungen) hat sich die Zahl der Entscheidungen deutlich mehr als verdoppelt (+ 119,3 %). Die Gesamtschutzquote für alle HKL liegt für das bisherige Berichtsjahr bei 49,8 % (140.915 positive Entscheidungen von insgesamt 282.726).  

Stand: Oktober 2015

 

Die Zahlen für September und Oktober zeigen einen starken Anstieg gegenüber den Vormonaten. Da Zahlen der gestellten Asylanträge nicht mehr repräsentativ sind für die Zahl der der tatsächlich eingereisten Asylbewerber, werden nachfolgend auch die im EASY System erfassten Registrierungen  von einreisten Asylbewerbern aufgelistet.

 

Quelle:  Asylgeschäftsstatistik 10/2015,  05.11.2015

 

Die Zahl der tatsächlichen Einreisen von Asylsuchenden nach Deutschland lag auch im Oktober 2015 deutlich höher, da die formale Asylantragstellung teilweise erst zeitlich verzögert möglich ist. So sind im EASY-System im Monat Oktober 2015 bundesweit etwa 181.000 Zugänge von Asylsuchenden registriert worden. Von Januar bis Oktober 2015 waren es insgesamt ca. 758.000. Das EASY-System ist eine IT-Anwendung zur Erstverteilung der Asylbegehrenden auf die Bundesländer. Bei den EASY-Zahlen sind Fehl- und Doppelerfassungen nicht ausgeschlossen.

 

 

 

 

Quelle: http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2015/11/asylantraege-oktober-2015.html

 

 

Stand: August 2015

Im bisherigen Berichtsjahr 2015 wurden 231.302 Erstanträge vom Bundesamt entgegen genommen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 99.592 Erstanträge; dies bedeutet deutlich mehr als eine Verdoppelung der Zugänge (+132,2 %) im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Folgeanträge im bisherigen Jahr 2015 hat sich gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert (16.145 Folgeanträge) um 58,8 % auf 25.636 Folgeanträge erhöht. Damit sind insgesamt 256.938 Asylanträge im Jahr 2015 beim Bundesamt eingegangen; im Vergleich zum Vorjahr mit 115.737 Asylanträgen bedeutet dies mehr als eine Verdoppelung der Antragszahlen (+122,0 %).   

Im aktuellen Berichtsjahr wurden insgesamt 54.606 Personen angehört. Damit fanden 58,4 % mehr Anhörungen gegenüber dem Vorjahr (34.472 Anhörungen) statt. Insgesamt wurden 152.777 Erst- und Folgeanträge im bisherigen Jahr entschieden. Im Vergleich zum Vorjahr (78.688 Entscheidungen) ist die Zahl dieser Entscheidungen um 94,2 % gestiegen.

 

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung der Asylerst- und Folgeanträge auf die einzelnen Bundesländer für den Zeitraum Januar bis August 2015.

 

 Die vollständige Statistik kann der nebenstehenden Broschüre des BAMF entnommen werden

 

Quelle: Asylgeschäftsstatistik für den Monat August 2015, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

 

 

Für das Jahr 2014 werden rund 30.000 neue Asylbewerber in Bayern erwartet-das wären mehr als dreimal soviele wie 2012. Die Zahlen sind hoch, sie waren jedoch Anfang der 1990 er Jahren noch viel höher. 1992 zum Beispiel kamen 60.000 neue Asylbewerber nach Bayern.

Die meisten Asylsuchende, die im ersten Halbjahr 2014 nach Bayern kamen, stammen aus Syrien (14,6%), Afghanistan (11,4%) und Nigeria (9,6%).

Bayern nimmt rund 15% aller nach Deutschland kommenden Flüchtlinge auf. Wie viele Asylbewerber ein Bundesland oder der entsprechende Landkreis aufnehmen soll, richtet sich nach Bevölkerungszahl und Steueraufkommen.                                           (Quelle: Redaktion "quer" des Bayerischen Rundfunks)